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Chormusik aus einer anderen Welt - Übernahme ins neue ARCHIV

 Chormusik aus einer anderen Welt


 

 

Am Samstag, 2. März, habe ich mit Freunden das Konzert des Moskauer Kathedralchores im Musik Theater Coesfeld besucht. Prof. Alexej Petrov und seine rund 50 Sängerinnen und Sänger von der Popov Chorkunst Akademie Moskau zelebrierten Chormusik der Weltklasse - aus einer anderen Welt!

Kathedralchor Moskau

Höhepunkt nach der Pause war das berühmte 15-teilige "Große Abend- und Morgenlob" von Sergej Rachmaninov (1873-1943). Eine großartige Komposition und eine ebenso vortreffliche Interpretation. Dank seiner hervorragenden Klangkultur gelang es dem Moskauer Kathedralchor, die Balance innerhalb dieser anspruchsvollen Kompositionen zu halten - mal stürmt er kraftvoll (bis zum fortissimo (!) nach vorne, um im nächsten Moment leise (pianissimo (!!!) in fernen Sphären zu schweben. Die Stimmen der Sängerinnen und Sänger des Chores erreichen dabei eine Tiefe und Harmonie, die nicht von dieser Welt zu sein scheint. Ich habe solch wunderbare Chormusik bislang nicht gehört.

Als Solisten treten immer wieder einzelne Sänger (Mädchen, Knaben, Damen, Herren) hervor, am Schluss (Mno gajalietta -Hymne an den Zaren) insbesondere der Basso profundo, eine tiefe Bass-Stimmlage, wie sie nur äußerst selten und insbesondere in Russland im Kontext mit sakraler Musik noch immer kultiviert wird.

Das ausverkaufte Haus sparte nicht mit stürmischem Applaus. Und ich war auch mächtig stolz auf "meine Moskauer Freunde". Kommen sie doch von der berühmten Popov Chorkunst Akademie, an der ich auf Veranlassung meines Freundes Alexej Petrov, dem künstlerischen Akademie-Leiter, seit drei Jahren sporadisch durch Vorlesungen und in der Mitarbeit bei der Ausbildung junger Dirigenten in der Master-Class mitwirken darf.

Nach dem Konzert war es mir ein Bedürfnis, Alexej Petrov für seine grandiose musikalische Leistung als Chormeister dieses Elitechores herzlich in die Arme zu nehmen und ihm zu gratulieren! Wir Zuhörer durften einen glanzvollen Abend miterleben - Professor Alexej Petrov und der Moskauer Kathedralchor haben uns mit diesem Konzert Musik aus einer anderen, höheren Welt geschenkt! - So muss wohl die Chormusik im Himmel klingen, dessen bin ich mir sicher.

SPASSIBA - DANKE!

 

2013

 

Allen Verwandten, Freunden und Bekannten vorab ein

gutes neues Jahr 2013!

Liebe Freunde der Musik,

das Neue Jahr fing natürlich mit MUSIK an. Am Sonntag, dem 20. Januar 2013 fand in der Stadthalle Vennehof Borken das 19. Borkener Neujahrskonzert der Sängervereinigung Borken statt. Mitwirkende waren: Veronika Maksimovas am Flügel, der Japanische Männerchor Düsseldorf unter Leitung von Masato Kanzaki sowie das Borkener Blasorchester unter dem Dirigat von Markus Wellermann und meine Sängervereinigung.

Das Konzert hatte wie stets ein "volles Haus",  war also ausverkauft. Damit erlebten über 800 Zuhörer dieses musikalische Ereignis. Und das war es in der Tat. In einem vom Sangesfreund Adolf Leipholz und seinem Bühnenteam geschaffenen schönen Bühnenbild standen erstmals über 80 Sänger als Chor ohne Notenblatt in der Hand auf der Bühne. Möglich machte das "auswendige Singen" eine subtil und fein abgestimmte Technik (Hermann Funke, Stadtlohn) mit einem so genannten Teleprompter und einem Beamer, der die Notenpartituren auf eine 3 x 4 Meter große Leinwand oberhalb der Zuhörer warf.  

Was ich vorher erhofft hatte, trat auch ein. Es war ein völlig neues Klanggefühl - und natürlich auch von der Optik her ein Genuss.  Viele Zuhörer meinten denn auch anschließend, es sei das schönste Konzert der Sängervereinigung der letzten 10 Jahre gewesen. Dazu haben alle mitwirkenden Künstler beigetragen - nicht zuletzt aber sicherlich der Japanische Männerchor unter Masato Kanzaki und die aparte Moderation durch den Ehrenvorsitzenden Thomas Takeda. Enge Kontakte zwischen dem japanischen Dirigenten Masato Kanzaki und mir bzw. der Sängervereinigung werden aufrecht erhalten und ausgebaut.

Mehr können Sie über dieses Konzert erfahren (Text-Rezension von Hubert Gehling, Foto-Galerie und ein Video-Clip) unter

www.borkenerzeitung.de und

www.borio.tv

 

Empfehlen möchte ich Ihnen auch den Spendenaufruf zur kathastrophalen Lage in Mali.

www.care.de/spendenshop

 

  

24-12-2012

Ich wünsche meinen Geschwistern mit ihren Familien, meinen Bekannten und Freunden - besonders auch allen Sangesfreunden in meinen Chören - eine gnadenreiche Weihnacht und für das neue Jahr 2013 persönliches Wohlergehen und beruflichen Erfolg; dazu Gottes reichen Schutz und Segen!

Euer

(Robert Kemper)

 

05-11-2012

Wir steuern dem Jahresende zu

Der Kirchenchor Cäcilia Borkenwirthe hat anstrengende Wochen hinter sich. Auf der Generalversammlung am 31. Oktober 2012 stellte die Vereinsführung fest, dass mit 29 offiziellen Chorauftritten im vergangenen Jahr der Chor an der Spitze aller Kirchenchöre der Region steht. Am Allerheiligenfest tags darauf sang der Männerchor in der Heilig-Kreuz-Kirche Borkenwirthe, am 2. November unterhielten die Sänger in der Stadthalle Vennehof Borken die Mitglieder des VDK und zwei Tage später - am Sonntag, dem 4. November gestaltete der Chor den Festgottesdienst in der St. Ludgeruskirche Weseke aus Anlass der Einführung von Martin Winter, des neuen Pastoralreferenten in der Pfarreiengemeinschaft Borkenwirrthe-Burlo-Weseke.

Der Kammerchor Collegium Canticum Borken gestaltete am gleichen Tag um 17 Uhr in der Pfarrkirche St. Vitus Südlohn zusammen mit dem Männerchor Südlohn ein Geistliches Konzert; der 22-köpfige Männerchor aus der Kreisstadt hinterließ dabei einen ausgezeichneten Eindruck. Das Laudate Dominum von Robert Kemper wurde uraufgeführt.

                   

25-10-2012

1. Aus den Chören

2. Kirchenchor Cäcilia Borkenwirthe

3. Stadtlohner OHRwürmer

4. Kammerchor Collegium Canticum und     Sängervereinigung Borken

5. Moskaubesuch 2012 mit

6. Fotonachlese

 

1. Aus den Chören ...

Beim Beratersingen des Chorverbandes Westmünsterland am Sonntag, dem 30. September 2012 in Appelhülsen haben meine beteiligten Chöre - der Kammerchor Collegium Canticum Borken und die Sängervereinigung Borken - mit ganz vorzüglichen Leistungen aufgewartet. Die zweiköpfige Berater-Jury äußerte sich lobend bei beiden Männerchören über eine saubere Intonation und Tonreinheit bis in den Schlusstakten, über maßvolle Dynamik sowie exzellente Textverständlichkeit und ausgezeichnete Interpretation. Ich bin mit den Leistungen meiner Sänger sehr zufrieden - und die beiden Chöre haben ihren derzeitigen Leistungsstand nunmehr auch schriftlich von kompetenten Fachleuten. So eine Standortbestimmung (-Feststellung) von Zeit zu Zeit ist jedem Chor zu empfehlen.

                                      

2. Eine äußerst positive Resonanz kann der Kirchenchor Cäcilia Borkenwirthe bei seinen Auftritten außerhalb seiner Heimatgemeinde für sich verbuchen: am Sonntag, dem 30.09.2012 den "Soli-Gottesdienst" in der St. Ludgerus-Pfarrkirche zu Weseke und die Marienfeier der KAB Gemen am 14. 10. 2012 in der St. Marienkirche zu Gemen. Weitere Auftritte stehen an  im Vennehof Borken im Auftrag des Borkener VDK am 2. November und am 4. November wiederum in St. Ludgerus Weseke zur offiziellen Einführung des neuen Pastoralreferenten.

                                      

3. Am Sonntag, dem 21. Oktober konnte ROBERT KEMPER als MUSIKCOACH mit der Stadtlohner Gesangsgruppe OHRwürmer im Stadtlohner Lokschuppen eine "schmissig-flotte" MATINEE auf die Bühne bringen. Mit von der Partie war auch die Rheder Gruppe "fifty-fifty" mit Evergreens aus den 1960er Jahren.

                                      

4. Der Kammerchor Collegium Canticum Borken ist eingeladen, am 4. November 2012 um 17 Uhr in der St. Vituskirche zu Südlohn zusammen mit dem Männerchor Südlohn ein GEISTLICHES KONZERT zu gestalten. Dabei wird von beiden Chören mit Begleitung das neue Chorwerk LAUDATE DOMINUM von Charles Gounod in der Bearbeitung von ROBERT KEMPER  uraufgeführt.

                                      

Heiner Wansing, Sprecher des Kammerchores, teilt auf Anfrage mit, dass die Pilger- und Konzertreise des Kammerchores vom 29.09. bis 03. 10. 2013 nach ROM kurz nach Bekanntwerden bereits ausgebucht ist. Der Borkener Kammerchor wird Gottesdienste in der PETERSKIRCHE sowie in der BASILIKA ST. PAUL VOR DEN MAUERN und in der LATERANBASILIKA  musikalisch gestalten. Ein Auftritt des Kammerchores Collegium Canticum Borken  bei der Öffentlichen Papstaudienz am Mittwoch, dem 2. Oktober 2013 ist von Prof. Wasim Salman, der den Chor in Rom betreut, fest eingeplant und mit den Vatikanverantwortlichen abgestimmt.

                                      

Das Jahr 2012 wird der Kammerchor mit zwei Weihnachtskonzertenam 29. und 30. Dezember 2012 (Schönstattau Borken-Gemen und Barockkirche Zwillbrock) abschließen.

                                      

Die Sängervereinigung Borken bereitet sich zurzeit auf das 19. Borkener Neujahrskonzert in Folge vor, das am 20. Januar 2013 in der Stadthalle Vennehof stattfindet. Als Gast wirkt dabei der JAPANISCHE MÄNNERCHOR aus Düsseldorf mit. Im April nächsten Jahres startet der Chor zu seiner Parisreise. In Notre Dame wird der Männerchor unter Leitung von MD Robert Kemper einen Sonntagsgottesdienst musikalisch festlich gestalten.

                     http://www.youtube.com/watch?v=r76gCJwyn_U&feature=player_embedded

                                      

5. Moskaubesuch vom 15. bis 19. Oktober 2012

                                      

Bekanntlich war ich von der Popov Chorkunst Akademie Moskau eingeladen, vom 15. bis 19. Oktober dieses Jahres die Masterclass Dirigieren künstlerisch zu betreuen. Ich habe mit den Studenten und der Masterclass die 18 Liebesliederwalzer op. 52 für 4 Vokalisten (Chor) und Piano zu 4 Händen von Johannes Brahms erarbeitet. Die Absolventen der Masterclass und ich hatten dabei zwei ausgezeichnete Pianistinnen und den 12-köpfigen Kleinen Akademiechor zur Verfügung.                                     

Als ständigen Begleiter und Dolmetscher hatte ich in diesen Tagen meinen Freund Vladislav Belikov, den Leiter des St. Danielschores Moskau, an meiner Seite. Mein Quartier hatte ich in seiner Datscha vor den Toren Moskaus aufgeschlagen. 

 

Vladislav Belikov schreibt mit nachstehenden Zeilen über meinen Moskau-Besuch:

                                      

" ... am 15. Oktober holte ich Robert vom Flughafen ab; für seine künstlerische Arbeit an der Popov Chorkunst Akademie Moskau war er gerade mit der Lufthansamaschine gelandet.  Am anderen Abend hatten wir eine Einladung zum Konzert im Tschaikowsky-Konservatorium - Requiem von W. A. Mozart mit dem Großen Konzertchor des Konservatoriums und dem Staatlichen Symphonischen Orchester.

                                      

Als ich Robert Kemper nach dem Konzert mit dem Dirigenten Prof. Lev Kontorovic in seiner Garderobe bekannt machte, fragte dieser:                                   

"Was machen Sie hier in Moskau?" Ich antwortete darauf: "Herr Kemper arbeitet an der Popov Chorkunst Akademie mit der Masterclass Dirigieren". Spontan erwiderte der Professor: " und warum arbeiten Sie denn nicht bei uns im Tschaikowsky-Konservatorium?! Ich lade Sie ein, im kommenden Jahr hier mit dem Großen Konservatoriumschor und Dirigenten-Absolventen einige  Schubertlieder zu erarbeiten."                                    

So wird es sich ergeben, dass Robert Kemper im Herbst kommenden Jahres an beiden Moskauer Musikhochschulen über Deutsche Chormusik der Romantik Vorlesungen hält und auch in der Praxis Schubertlieder erarbeitet.

                                                                 

http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=r76gCJwyn_U#t=0

                             

Ich wünsche meinen Geschwistern mit ihren Familien, meinen Bekannten und Freunden - besonders auch allen Sangesfreunden in meinen Chören - eine gnadenreiche Weihnacht und für das neue Jahr 2013 persönliches Wohlergehen und beruflichen Erfolg; dazu Gottes reichen Schutz und Segen!

Euer

(Robert Kemper)

 

05-11-2012

Wir steuern dem Jahresende zu

Der Kirchenchor Cäcilia Borkenwirthe hat anstrengende Wochen hinter sich. Auf der Generalversammlung am 31. Oktober 2012 stellte die Vereinsführung fest, dass mit 29 offiziellen Chorauftritten im vergangenen Jahr der Chor an der Spitze aller Kirchenchöre der Region steht. Am Allerheiligenfest tags darauf sang der Männerchor in der Heilig-Kreuz-Kirche Borkenwirthe, am 2. November unterhielten die Sänger in der Stadthalle Vennehof Borken die Mitglieder des VDK und zwei Tage später - am Sonntag, dem 4. November gestaltete der Chor den Festgottesdienst in der St. Ludgeruskirche Weseke aus Anlass der Einführung von Martin Winter, des neuen Pastoralreferenten in der Pfarreiengemeinschaft Borkenwirrthe-Burlo-Weseke.

Der Kammerchor Collegium Canticum Borken gestaltete am gleichen Tag um 17 Uhr in der Pfarrkirche St. Vitus Südlohn zusammen mit dem Männerchor Südlohn ein Geistliches Konzert; der 22-köpfige Männerchor aus der Kreisstadt hinterließ dabei einen ausgezeichneten Eindruck. Das Laudate Dominum von Robert Kemper wurde uraufgeführt.

                  

25-10-2012

1. Aus den Chören

2. Kirchenchor Cäcilia Borkenwirthe

3. Stadtlohner OHRwürmer

4. Kammerchor Collegium Canticum und     Sängervereinigung Borken

5. Moskaubesuch 2012 mit

6. Fotonachlese

 

1. Aus den Chören ...

Beim Beratersingen des Chorverbandes Westmünsterland am Sonntag, dem 30. September 2012 in Appelhülsen haben meine beteiligten Chöre - der Kammerchor Collegium Canticum Borken und die Sängervereinigung Borken - mit ganz vorzüglichen Leistungen aufgewartet. Die zweiköpfige Berater-Jury äußerte sich lobend bei beiden Männerchören über eine saubere Intonation und Tonreinheit bis in den Schlusstakten, über maßvolle Dynamik sowie exzellente Textverständlichkeit und ausgezeichnete Interpretation. Ich bin mit den Leistungen meiner Sänger sehr zufrieden - und die beiden Chöre haben ihren derzeitigen Leistungsstand nunmehr auch schriftlich von kompetenten Fachleuten. So eine Standortbestimmung (-Feststellung) von Zeit zu Zeit ist jedem Chor zu empfehlen.

                                      

2. Eine äußerst positive Resonanz kann der Kirchenchor Cäcilia Borkenwirthe bei seinen Auftritten außerhalb seiner Heimatgemeinde für sich verbuchen: am Sonntag, dem 30.09.2012 den "Soli-Gottesdienst" in der St. Ludgerus-Pfarrkirche zu Weseke und die Marienfeier der KAB Gemen am 14. 10. 2012 in der St. Marienkirche zu Gemen. Weitere Auftritte stehen an  im Vennehof Borken im Auftrag des Borkener VDK am 2. November und am 4. November wiederum in St. Ludgerus Weseke zur offiziellen Einführung des neuen Pastoralreferenten.

                                      

3. Am Sonntag, dem 21. Oktober konnte ROBERT KEMPER als MUSIKCOACH mit der Stadtlohner Gesangsgruppe OHRwürmer im Stadtlohner Lokschuppen eine "schmissig-flotte" MATINEE auf die Bühne bringen. Mit von der Partie war auch die Rheder Gruppe "fifty-fifty" mit Evergreens aus den 1960er Jahren.

                                      

4. Der Kammerchor Collegium Canticum Borken ist eingeladen, am 4. November 2012 um 17 Uhr in der St. Vituskirche zu Südlohn zusammen mit dem Männerchor Südlohn ein GEISTLICHES KONZERT zu gestalten. Dabei wird von beiden Chören mit Begleitung das neue Chorwerk LAUDATE DOMINUM von Charles Gounod in der Bearbeitung von ROBERT KEMPER  uraufgeführt.

                                      

Heiner Wansing, Sprecher des Kammerchores, teilt auf Anfrage mit, dass die Pilger- und Konzertreise des Kammerchores vom 29.09. bis 03. 10. 2013 nach ROM kurz nach Bekanntwerden bereits ausgebucht ist. Der Borkener Kammerchor wird Gottesdienste in der PETERSKIRCHE sowie in der BASILIKA ST. PAUL VOR DEN MAUERN und in der LATERANBASILIKA  musikalisch gestalten. Ein Auftritt des Kammerchores Collegium Canticum Borken  bei der Öffentlichen Papstaudienz am Mittwoch, dem 2. Oktober 2013 ist von Prof. Wasim Salman, der den Chor in Rom betreut, fest eingeplant und mit den Vatikanverantwortlichen abgestimmt.

                                      

Das Jahr 2012 wird der Kammerchor mit zwei Weihnachtskonzertenam 29. und 30. Dezember 2012 (Schönstattau Borken-Gemen und Barockkirche Zwillbrock) abschließen.

                                      

Die Sängervereinigung Borken bereitet sich zurzeit auf das 19. Borkener Neujahrskonzert in Folge vor, das am 20. Januar 2013 in der Stadthalle Vennehof stattfindet. Als Gast wirkt dabei der JAPANISCHE MÄNNERCHOR aus Düsseldorf mit. Im April nächsten Jahres startet der Chor zu seiner Parisreise. In Notre Dame wird der Männerchor unter Leitung von MD Robert Kemper einen Sonntagsgottesdienst musikalisch festlich gestalten.

                                      

 

                                      

5. Moskaubesuch vom 15. bis 19. Oktober 2012

                                      

Bekanntlich war ich von der Popov Chorkunst Akademie Moskau eingeladen, vom 15. bis 19. Oktober dieses Jahres die Masterclass Dirigieren künstlerisch zu betreuen. Ich habe mit den Studenten und der Masterclass die 18 Liebesliederwalzer op. 52 für 4 Vokalisten (Chor) und Piano zu 4 Händen von Johannes Brahms erarbeitet. Die Absolventen der Masterclass und ich hatten dabei zwei ausgezeichnete Pianistinnen und den 12-köpfigen Kleinen Akademiechor zur Verfügung.

                                      

Als ständigen Begleiter und Dolmetscher hatte ich in diesen Tagen meinen Freund Vladislav Belikov, den Leiter des St. Danielschores Moskau, an meiner Seite. Mein Quartier hatte ich in seiner Datscha vor den Toren Moskaus aufgeschlagen. 

                                      

Vladislav Belikov schreibt mit nachstehenden Zeilen über meinen Moskau-Besuch:

                                      

" ... am 15. Oktober holte ich Robert vom Flughafen ab; für seine künstlerische Arbeit an der Popov Chorkunst Akademie Moskau war er gerade mit der Lufthansamaschine gelandet.  Am anderen Abend hatten wir eine Einladung zum Konzert im Tschaikowsky-Konservatorium - Requiem von W. A. Mozart mit dem Großen Konzertchor des Konservatoriums und dem Staatlichen Symphonischen Orchester.

                                      

Als ich Robert Kemper nach dem Konzert mit dem Dirigenten Prof. Lev Kontorovic in seiner Garderobe bekannt machte, fragte dieser:

                                      

"Was machen Sie hier in Moskau?" Ich antwortete darauf: "Herr Kemper arbeitet an der Popov Chorkunst Akademie mit der Masterclass Dirigieren". Spontan erwiderte der Professor: " und warum arbeiten Sie denn nicht bei uns im Tschaikowsky-Konservatorium?! Ich lade Sie ein, im kommenden Jahr hier mit dem Großen Konservatoriumschor und Dirigenten-Absolventen einige  Schubertlieder zu erarbeiten."

                                      

So wird es sich ergeben, dass Robert Kemper im Herbst kommenden Jahres an beiden Moskauer Musikhochschulen über Deutsche Chormusik der Romantik Vorlesungen hält und auch in der Praxis Schubertlieder erarbeitet. Hier nun die Übersetzung des Zertifikates von der Popov Chorkunst Akademie nach erfolgter künstlerischer Tätigkeit:

                                      

Zertifikat vom 18.Oktober 2012

                                      

  Sehr geehrter Herr Kemper,                                

erlauben Sie uns, Ihnen unsere tiefe Dankbarkeit und Anerkennung für Ihre künstlerische Tätigkeit an der Popov Chorkunst Akademie Moskau zu bezeugen. Konkret nennen wir die Auseinandersetzung in der Zeit vom 15. bis 18. Oktober 2012 mit den 18 Liebesliederwalzern op. 52 für 4 Vokalisten und Piano zu 4 Händen von Johannes Brahms.                                

Für unsere Musikstudenten und Professioren war es nicht nur die Freude der persönlichen Begegnung mit Ihnen, sondern vielmehr deren Bewunderung, mit welcher Professionalität Sie dabei zu Werke gingen. Das Kennenlernen stilistischer Besonderheiten deutscher Chorromantik und im Kontext dazu die korrekte deutsche Aussprache waren durch Ihre Intentionen und Korrekturen für das Auditorium, vor allem aber für die Teilnehmer der Masterclass Dirigieren eine äußerst wertvolle Hilfe!                                    

Sie sind Ihnen als ein in der Nachfolge der Tradition  deutscher Komponisten der Romantik stehender Künstler sehr dankbar.                                     

Mit den besten Wünschen

und für eine weitere, vertrauensvolle Zusammenarbeit,

                                      

SIEGEL

                                      

Prof. Alexej Petrov           Nicolai Assarov

                                      

Künstlerischer Leiter          Rektor der Akademie                                    

der Akademie

                                      

_________________________________

                                      

6. Fotonachlese Moskau 2012

        Robert 2012012                              

 

                      

Rektor Nicolai Assarov (Popov Chorkunst Akademie Moskau) und Robert Kemper / Ingrid Goethe-Fliersbach (Gründerin der Chorakademie Bergischland) / Dr. Vladislav Belikov und ein junger Akademie-Dirigent

                           Prof. Alexej Petrov

Robert Kemper, Prof. Alexej Petrov, Vladislav Belikov und die Masterclass Dirigieren / im Hintergrund: Foto Prof. Victor Popov (+ 2008) = Gründer der nach ihm benannten Popov Chorkunst Akademie Moskau

                                      

Nach dem Mozart Requiem

                                      

Nach dem Mozart-Requiem im Großen Konzertsaal des Tschaikowsky-Konservatoriums am 16.10.2012 mit dem Staatl. Konservatoriumschor und dem Staatl. Symphonieorchester (Radio/TV)-Dirigent: Prof. Lev Kontorovic vom Tschaikowsky-Konservatorium und MD Robert Kemper, den er für 2013 zur Mitarbeit am Konservatorium einludt, Schubertchöre einzustudieren und zu dirigieren                                      

      

               Prof. Alexej Petrov                                                         

Akademieleiter Prof. Alexej Petrov (35) überreicht Robert Kemper eine DVD über die Arbeit mit der Masterclass Dirigieren und lädt ihn zur weiteren Zusammenarbeit im Jahre 2013 nach Moskau ein. Zugleich hat Alexej Petrov Robert Kemper zum Konzert des Moskauer Kathedralchores, dessen Dirigent er ist, am 2. März 2013 in Coesfeld eingeladen.

                                      

                   

09-07-12           

Anfang der zweiten Jahreshälfte erst melde ich mich wieder auf meiner Homepage, nicht so sehr wegen

der Zeitknappheit und schon gar nicht deswegen, weil in dieser Zeit nichts Wichtiges angefallen wäre, nein, es war schlicht meine (auch für mich unerklärliche) "Faulheit, an meiner Website zu arbeiten". So, das ist aber jetzt überwunden. Und so hol` ich einige bedeutende Termine jetzt nach.

Das 18. Borkener Neujahrskonzert der Sängervereinigung Borken am 22. Januar war wiederum ein großer Erfolg. Erneut war die Stadthalle Vennehof Borken wie alljährlich ausverkauft. Dieses Borkener Kulturevent ist einfach ein Selbstläufer. Mit der Verpflichtung des großartigen Tenors CHRISTIAN POLUS, dem einstigen Gründer und künstlerischen Leiters der GERMAN TENORS, hatte ich sicherlich ein `glückliches Händchen`. Wir hatten uns erst ein halbes Jahr vorher kennengelernt und "sofort gegenseitig sehr sympathisch empfunden", wie der bekannte Vokalkünstler in der Presse und vor der Videokamera zu erzählen wusste.

Christian Polus

Christian Polus begeisterte das dankbare Borkener Publikum mit seinen Solodarbietungen, begleitet von der Pianistin Veronika Maksimovas am Flügel ebenso wie auch mit seinen Vorträgen zusammen mit der Sängervereinigung Borken. Eigens für dieses Konzert hatte ich einige Chorbearbeitungen komponiert bzw. arrangiert.

  

Das traditionelle Osterfestkonzert in Borkenwirthe erlebte meinen Kirchenchor Cäcilia Borkenwirthe wieder bestens aufgelegt. Auf diesen kleinen Männerchor ist stets Verlaß. Auch die Solisten Josef Hellenkamp und Michael Mäß überzeugten mit ihren schönen Stimmen.

 

Es gibt in der Region kaum einen Kirchenchor, der sooft außerhalb seiner Heimatgemeinde öffentliche Auftritte bestreitet. So ist es für die Borkenwirther Sänger seit Jahren eine liebe Gewohnheit, im Maimonat (in diesem Jahr am 6. Mai) in der schönen barocken Franziskus- Basilika zu Zwillbrock in Nähe der niederländischenGrenze  ein eindrucksvolles Marienkonzert zu geben.

Barockkirche Zwillbrock

Die Barockkirche zu Zwillbrock 

 

Erneute Konzertreise nach Italien

Als ich im Jahre 2011 nach einer erfolgreichen Konzertreise mit der Sängervereinigung Borken zum Lago Maggiore zurück nach Borken kam, war mir noch nicht bekannt, dass ich bereits in diesem Jahr wiederum mit einem Chor das Land, in dem die Zitronen blühn, erleben würde.

       Grande     

Grand Hotel Riva - Gardasee

  

Als Gastdirigent begleitete und leitete ich den Werkschor der Stadtwerke Duisburg in  der Zeit vom 31. Mai bis 11. Juni diesen Jahres zu Konzerten und Gottesdienstauftritten am Lago Maggiore und am Gardasee. Während der allerbestens vorbereiteten und durchgeführten Tournee habe ich zudem mit dem CORO VALGRANDE einen sehr guten kleinen italienischen Männerchor kennengelernt, den ich sicherlich einmal hierzulande bei Konzerten wiedertreffen werde. Mein junger Kollege Maestro Tiziano Sarasani erwies sich beim Gemeinschaftskonzert in der Stadt Verbania-Pallanza (Lago Maggiore) auch als versierter Pianist!

  

Mein  Soloauftritt bei der Caritas

Kurz vor der Sommerpause möchte ich gern über meinen Soloauftritt bei der CARITAS BORKEN berichten. Die Presse schreibt dazu am 22. Juni 2012: " ... "Musik liegt in der Luft" hieß es jetzt beim  Patientenfest der Mobilen Pflege der Cariats Borken. Rund 120 überwiegend ältere Menschen waren der Einladung dazu ins Kapitelhaus (der Propstei St. Remigius Borken) gefolgt. ROBERT KEMPER spielte (und sang) Evergreens aus sechs Jahrzehnten, bei denen die Besucher in Erinnerungen schwelgten. Einige Gäste hielt es nicht mehr auf ihren Plätzen. Sie ließen sich von der Musik auf die Tanzfläche locken und sangen mit ...".  

Das war nicht so sehr ein "sündiger Rückfall in die frühere Zeit (vor über 30 Jahren!) als Unterhaltungsmusiker". Nein, es hat viel Spaß gemacht. Ich stelle  bei solchen Events dann nämlich ein buntes Musikprogramm - allerlei Lieder  für verschiedene musikalische Geschmacksrichtungen zusammen und biete es Veranstaltern an - meist sozialen Einrichtungen- . Ich präsentiere und interpretiere die Zwei-Stunden-Programme recht professionell  mit meinem Gesang, begleitet vom Midifile-Originalsound im klangvollen  Halbplayback über meine Übertragungsanlage. Übrigens: diese Art Musik wende ich auch erfolgreich bei meinen Chören an!

 

Nach der Sommerpause - genauer gesagt: am 30. September findet in Appelhülsen ein so genanntes Beratersingen statt, durchgeführt vom Chorverband Westmünsterland. Unter den 7 gemeldeten Chören sind auch die Sängervereinigung Borken und der Kammerchor Collegium Canticum Borken. Zwei Jurymitglieder bewerten die jeweils 3 Wertungskompositionen der Chöre nach den Richtlinien des Fachverbandes Deutscher Chorleiter (FDB) und wie beim Leistungssingen des CV NRW. Nach dem "Beratersingen", das im Rahmen einer Konzertveranstaltung durchgeführt wird,  melde ich mich mit Ergebnissen wieder und berichte über weitere Aktivitäten in den Restmonaten von 2012.

 

Herzliche Grüße bis dahin,

Euer

ROBERT KEMPER

     

      __________  2012 ________________ 

 

24-12-11

Am Heiligabend wünsche ich meinen Verwandten, Bekannten sowie Freunden und Lesern dieser Website eine gnadenreiche Weihnacht mit besinnlicher innerer Einkehr  und für das Neue Jahr 2012 persönliches Wohlergehen und beruflichen Erfolg, vor allem aber Gesundheit und Zufriedenheit!

Euer Robert Kemper

 

04-12-11

Musikdirektor Robert Kemper - Chormusiker mit Leib und Seele

  MD Robert Kemper

 

Hubert Gehling schreibt in KIRCHE + LEBEN -Bistumszeitung der Diözese Münster:

Der 69-jährige Robert Kemper dirigiert seit 50 Jahren kirchliche und weltliche Chöre. Er ist dafür mehrfach ausgezeichnet worden (u.a. Bundesverdienstkreuz, Gregoriusmedaille). Er komponiert Christuslieder und Mariengesänge für alle Chorgattungen. Mehrfach trat er im Petersdom in Rom, in Notre Dame de Paris, in der Kathedrale zu Chartres, in Santiago de Compostela und in der Piusbasilika im Marienwallfahrtsort Lourdes auf. Ein Bestseller wurde sein Lehrbuch "Sänger Brevier - Kleine Musikschule für Chorsänger".

Borken. Der Satz "Musik ist sein Leben" ist ein Allgemeinplatz. Aber wenn der Satz auf einen Mann zutrifft, dann auf Chordirektor Robert Kemper, zuhause im Borkener Ortsteil Gemen. Allerdings ist der Begriff "Musiker" auch wieder zu kurz gegriffen, weil Kemper nicht nur Chordirektor ist, sondern auch Musikpädagoge, Komponist, Arrangeur und nicht zuletzt Lyriker. Zahlreiche Auszeichnungen wurden ihm verliehen, wie zuletzt zum 50-jährigen Bühnenjubiläum.

Robert Kemper wurde 1942 in Borkenwirthe geboren. Nach der Volksschule ging er ins Internat in Steyl (NL)  und machte seinen Schulabschluss am Gymnasium Mariengarden in Burlo. Nach einer Banklehre war er 41 Jahre als Bankkaufmann in Gemen tätig. Die Gründe für seine Liebe zur Kirchenmusik wurden schon früh gelegt.

Frühe Musikerziehung

Im Mutterhaus der Steyler Missionare wurde er als Zehnjähriger an die Kirchenmusik, den Chorgesang und an den Gregorianischen Choral herangeführt. Seit 1965 verstärkte er den Bass im Kirchenchor Cäcilia Borkenwirthe, einem reinen Männerchor. Kein Wunder, dass die Kirchenmusik, insbesondere die Musik für Männerchöre, sein künstlerischer Schwerpunkt wurde.

Als großer Verehrer des Gregorianischen  Chorals bedauert Kemper, dass dieser nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil nicht mehr die richtige Wertschätzung erfährt. Er meint: "Der einstimmige Gregorianische Choral ist für mich die großartigste Mehrstimmigkeit in der Vokalmusik."

Aber auch die übrige Kirchenmusik liegt ihm am Herzen. Und da die großen Komponisten meist für gemischten Chor komponierten, der Kirchenchor in Borkenwirthe aber ein reiner Männerchor ist, griff er selbst zur Feder und komponierte und arrangierte für Männerchor. All das geht natürlich nicht ohne das Fundament des Glaubens. "Ich führe das auf meine kontinuierliche und geradlinige katholische Erziehung durch mein Elternhaus zurück", sagt Kemper, der die Kirchenmusik auf höchstem Niveau als "Dank und Verherrlichung des Schöpfers für das wunderbare Dasein und unsere Erlösung durch Jesus Christus" ansieht.

Eine Begegnung mit dem russischen Chormeister Serge Jaroff (1896 bis 1985) und seinem Don-Kosaken-Chor schlug ein weiteres Kapitel seiner musikalischen Vorlieben auf: die schwermütig anmutenden Gesänge der orthodoxen Kirchenliturgie. Und so fand und findet sich in den Konzerten der Kemper`schen Chöre fast immer mindestens ein Lied mit russischer Diktion.

Vor einigen Wochen hielt Kemper im Auditorium Maximum der Moskauer (Chor-)Musikakademie einen Vortrag zum Thema "Das Liedersingen in der deutschen Öffentlichkeit - der Wandel der Chormusik in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg". Dies alles verengt seinen Blick aber nicht auf einige wenige Musikrichtungen - nur Einseitigkeit wäre nicht seine Sache, würde nicht seine musikalisch-künstlerische Erfüllung bedeuten.

Als pädagogischen Skandal ohnegleichen empfindet Kemper, dass seit Ende der 1960-er Jahre in Deutschland in der Familie, in Schulen oder Vereinen und sogar in der Kirche kaum noch gesungen wird. "Blicken wir doch mal in unsere Gottesdienste: Es finden sich kaum Menschen unter 40 Jahren, welche die Kirchenlieder überzeugend mitsingen. Unsere heranwachsende Jugend, unsere Kinder und selbst Messdiener singen kaum noch die Gemeindelieder mit."

Kirchenliedgut pflegen

Das "Neue Geistliche Lied" habe bis auf wenige Ausnahmen keinen Anreiz und keinen Nachweis dafür erbracht, die entstandene Lücke schließen zu können, meint Kemper. Er plädiert dafür, dass auch Jugendliche das "wunderschöne jahrhundertealte Kirchenliedgut" wieder mitsingen können.

Einen weiteren Kritikpunkt hat der Kirchenmusiker: Offenbar würden viele der kostbaren Orgeln  in den Kirchen nicht mehr benötigt. "Ich würde gern eine davon auch als Dauerausleihe in Empfang nehmen." Kemper wünscht sich, auch im  Hinblick auf die vielen Gemeindefusionen, ein neues "Wir-Gefühl", dass auch bei den Kirchenchören ansetzen könne. Chöre könnten in Nachbarkirchen singen und so das Kennenlernen fördern.

  

19-10-11

Ausschnitte (rund 5 Minuten)  über meinen 1 1/2-stündigen Vortrag am 6. Oktober 2011 an der Popov-Chorkunst-Akadedmie Moskau zum Thema Die Entwicklung der Vokalmusik in Deutschland nach dem II. Weltkrieg können Sie über YOU TUBE ansehen, wenn Sie folgenden Link anklicken 

http://youtu.be/-TpgBuwbbBs

http://youtu.be/-TpgBuwbbBs 

16-10-11

Die Victor-Popov-Chorkunst-Akademie Moskau

Wenn ich am 10. Oktober hier von meinem Vortrag am 6. Oktober dieses Jahres an der Victor-Popov-Chorkunst-Akademie Moskau geschrieben habe, so möchte ich diese international anerkannte Chorakademie kurz vorstellen:

Die Moskauer Chorkunstakademie unter Leitung von Prof. Victor Popov entstand 1991 aus der Moskauer Swesnikow-Chorschule, einer weltweit einzigartigen Musikausbildungsstätte für Knaben von 6 - 18 Jahre, die 1944 vom russischen Chordirigenten und Musikaufklärer Alexander W. Swesnikov gegründet worden war. Für den berühmten Knabenchor komponierten Prokofjew und Schostakowitsch. Der Chor trat unter der Leitung vieler bekannten Star-Dirigenten auf und sang zusammen mit weltberühmten Bolschoj-Solisten.

Professor Victor Popov, selbst ehemaliger Schüler der Swesnikov-Chorschule, Leiter des Lehrstuhls für Chorleitung an der Russischen Gnessin-Musikakademie, übernahm 1991 die künstlerische Leitung der traditionsreichen Chorschule und baute sie zur international anerkannten Chorakademie aus: an die bestehenden Grund-, Mittel- und Oberstufen mit allgemeinbildendem Unterricht (bis hin zum Abiturabschluss) und kompletter Musikfachausbildung wird auch  das Musikstudium angeschlossen, zu dem auch Mädchen ab 18 Jahren zugelassen werden.

Neben der Fachausbildung (Gesang oder Chorleitung) steht den Studenten ein breit gefächertes Angebot an geisteswissenschaftlichen Lehrgängen zur Verfügung.

 

Ich hatte im Jahre 1989 das große Glück, Professor Popov kennen lernen zu dürfen. Ich leitete seinerzeit u. a. den Stadtlohner Männerchor. Unter dem damaligen 1. Chorvorsitzenden Otger Tenhumberg war der  sich auf einer  Deutschland-Tournee befindliche Russische Staatschor (Knabenchor) Swesnikov für ein Gemeinschaftskonzert in Stadtlohn verpflichtet worden.

Und so konnte ich den schon damals berühmten Dirigenten Prof. Victor Popov kennen lernen und an diesem Abend auch mit ihm zusammenarbeiten. Seither haben sich unsere Wege nie verloren; ich habe den Kontakt zu Popov immer wieder - auch bei meinen diversen Besuchen in Moskau - gefunden und gepflegt.

Natürlich habe ich seine weitere steile Karriere in Russland gespannt verfolgt, besonders seine Übernahme der Swesnikow-Chorschule als künstlerischer Leiter im Jahre 1991.  Und nach seinem plötzlichen Tode im Jahre 2008 ist das bestehende weltweit anerkannte  Institut nach ihm benannt.  

Besonders auf Grund  des Wirkens von Prof. Victor Popov verfolgt die Akademie sehr erfolgreich die Intention, sich neben einer beispielhaften Konzerttätigkeit auch als Ausbildungsstätte zu positionieren, die den Studenten eine exzellente Möglichkeit bietet, sich in erster Linie auf die praktische (!) Seite ihrer Ausbildung - insbesondere des Dirigierens - zu konzentrieren.

Und genau diese Vorstellung von der praxisbezogenen Ausbildung der jungen Dirigenten halte ich für entscheidend, wenn es um die Interpretation guter Chormusik geht. Die Chöre brauchen keine guten Pianisten als Chorleiter, sondern musikalische Persönlichkeiten, die pädagogisch geschickt und durch eine korrekte, einfühlsame Zeichengebung (Dirigat) die Sängerinnen und Sänger im wahrsten Sinne des Wortes  f ü h r e n.

Dass ich nun am 6. Oktober erstmals als deutscher Musikpädagoge an der Chorkunst-Akademie einen Vortrag halten durfte, verdanke ich einer Begegnung mit dem jetzigen Akademie-Rektor, Prof. Nikolaij Azarov, im vergangenen Juni in Moskau. Da erhielt ich auf Vermittlung von Dr. Vladislav Belikov durch den Rektor  und den weiteren künstlerisch verantwortlichen Professoren Natalija Serbul und Alexey Petrov die Einladung zu einer künstlerischen Mitarbeit an der Moskauer Chorkunst-Akademie.

Das ist für mich eine besondere Ehre und macht mich ein wenig stolz. Mit ganzem Herzen und mit großer Begeisterung widme ich mich jetzt neben meinen bisherigen künstlerischen Tätigkeiten auch der reizvollen Aufgabe in Moskau - im kommenden Jahr für eine zeitlang die Betreuung der "Meisterklasse Dirigat" !

   

10-10-11

Ein sehr erfolgreicher Besuch

 in Moskau

Mit den Sangesfreunden vom Kirchenchor Cäcilia Borkenwirthe und den Sängerdamen verbrachte ich vom 1. bis 3. Oktober dieses Jahres drei wunderschöne Tage in der sauerländischen Bergstadt EVERSBERG. Die MUSIKKAPELLE EVERSBERG feierte mit mehreren großen Festveranstaltungen das 110-jährige Bestehen. Da der Borkenwirther Chor seit vielen Jahren freundschaftliche Beziehungen zu diesem Orchester unterhält, war er natürlich präsent, gestaltete das Festhochamt in der katholischen St. Johanneskirche, wirkte beim Jubiläumskonzert in der Schlossberghalle mit und beteiligte sich am großen musikalischen Festumzug durch das sonnendurchflutete GOLDDORF. Das Wiedersehen und die Begegnungen mit den Eversberger Bürgern, vor allem mit den Musikern um THOMAS UND GREGOR WAGNER waren äußerst herzlich!

Am Anreisetag (samstags) besichtigten die Gäste aus dem Münsterland das Benediktinerkloster KÖNIGSMÜNSTER in Meschede. Pater REINHALD, vom Fernsehen bekannt als PUTENPATER (ehemaliger Landwirt), führte durch die großartige Klosteranlage der so genannten MISSIONSBENEDIKTINER.

Ein musikalisches Erlebnis für Sänger und Zuhörer war der Spontanauftritt des Kirchenchores unter Leitung von Musikdirektor FDB Robert Kemper  im  SAKRAMENTSTURM des Altarraumes  der FRIEDENSKIRCHE Der sehr lange Nachhall in dem schlanken, himmelwärts strebenden Turm um den Tabernakel  zwang zu äußerst langsamem Tempo, ließ dabei die differenzierte Klangfülle des Chores aufblühen, so dass es allen Beteiligten bekannterweise "heiß und kalt den Rücken herunterlief".

Nach einem (notwendigen) Ruhetag am Dienstag brachte mich eine BOEING 737 der Lufthansa am Mittwoch dann nach MOSKAU. Ich hatte bei meinem letzten Moskaubesuch im vergangenen Juni eine freundliche Einladung erhalten, an der POPOV-CHOR-KUNST-AKADEMIE MOSKAU als Gast einen Vortrag zu halten.

Und den habe ich dann am Donnerstag, dem 6. Oktober 2011 - meinem 70. Geburtstag - halten dürfen. Das Thema: "Die Entwicklung der Vokalmusik in Deutschland nach dem II. Weltkrieg - eine kritische Betrachtung über das Öffentliche Singen in Deutschland unter Berücksichtigung der Chormusik, insbesondere  der Männerchormusik". 

Der eineinhalbstündige Vortrag war mit Video- und Audioclips anschaulich bereichert und wurde simultan von Dr. Vladislav Belikov, dem Leiter des St. Daniels Chores Moskau, ins Russische übersetzt. Die Präsentation fand bei Professoren, Studenten und Gästen einen sehr positiven Widerhall! Der Vortrag wird zweisprachig in der monatlichen  Akademie-Postille veröffentlicht; ebenso wird ein Video-Link in Kürze hier auf dieser Website zum Herunterladen des Vortrags eingegeben. 

Nach dem sich anschließenden Empfang mit der Akademieleitung und Gästen der Deutschen Botschaft überreichte der Rektor der Akademie, Prof. Nikolaj Asarov, Robert Kemper Präsente und eine Urkunde folgenden Wortlauts:

"Sehr geehrter Herr Kemper!

Die Verwaltung und das gesamte Team der Victor-Popov-Chorkunst-Akademie Moskau bedanken sich bei Ihnen recht herzlich für Ihren Vortrag.

Ihre überzeugende, fachmännische Meinung auf dem Gebiet der Chorkunst hat uns erlaubt, sich nicht nur mit den Eigenheiten der großen deutschen  Kultur vertraut zu machen, sondern auch deutlich zu erkennen, welche Probleme vor uns stehen und welche Herausforderungen uns erwarten.

Als besonders wertvoll erachten wir die künstlerischen Kontakte, die Sie persönlich mit dem Gründer unserer Akademie, Herrn Victor Popov, gehabt haben. Ihre eigene, langjährige kreative Tätigkeit ist für uns begeisterndes Beispiel selbstlosen Dienstes an den Idealen der ewigen Kunst des Gesangs.

In der Hoffnung auf eine weitere fruchtbare Zusammenarbeit:

Rektor

der Victor-Popov-Chorkunst-Akademie

zu Moskau

Prof. Nikolaj Asarov"

 

Soweit also die Urkunde. Und eine Einladung zur "weiteren, fruchtbaren Zusammenarbeit" sprach beim Empfang  der jetzige künstlerische Akademieleiter, Prof. Alexej Petrov, aus:

er hat mich gebeten,  die nächste MEISTERKLASSE DIRIGAT kurz vor der Abschlussprüfung zu betreuen und zwar hinsichtlich einer handwerklich korrekten und dirigiertechnisch künstlerisch einwandfreien Interpretation deutscher Romantischer Chormusik von Schubert und Schumann.

 

Das ist für mich eine große Herausforderung, der ich mich aber sehr gern stelle; denn es ist ein sehr angenehmes künstlerisches Arbeiten an der Moskauer Akademie, dessen Gründer, den im Jahre 2008 verstorbenen großen Dirigenten Prof.  Victor Popov, ich im Jahre 1989 bei einem Gemeinschaftskonzert mit dem 80-köpfigen Russischen Staats-Knabenchor Swesnikow und dem Stadtlohner Männerchor in Stadtlohn kennlernen durfte. Unsere Freundschaft hatte sich bis zu seinem plötzlichen Tode bei einigen Moskau-Besuchen gefestigt. 

Anmerkung: Mein Freund Vladislav Belikov, jetziger Leiter des St. Daniels Chores Moskau, war 1989 -  18-Jährig - als Sängerknabe in Stadtlohn dabei!

    

22-07-11

Pressemeldungen:

Robert Kemper feiert sein 50-jähriges Bühnenjubiläum

Erfolgsgewohnter Musikdirektor ist in der Chormusik richtungweisend über die Region hinaus

 

R Kemper02

Musikdirektor FDB Robert Kemper

Westfalen (PD). In der Chormusikszene ist  Rober